KI in Industrie und Produktion für den Mittelstand
Produzierende Unternehmen haben selten ein Datenproblem. Sie haben ein Zugriffsproblem: Das Wissen steckt in ERP und MES, in Zeichnungen, Prüfberichten, Betriebsanleitungen, Servicetickets und in den Köpfen erfahrener Mitarbeitender. KI in Industrie und Produktion macht dieses Wissen nutzbar, bereitet wiederkehrende Arbeit vor und verbindet Systeme, die heute über Excel und E-Mail zusammengehalten werden.
Wir sind Sailrs, eine KI- und Softwareagentur aus Stuttgart. Seit 2019 haben wir knapp 150 Projekte umgesetzt und entwickeln für den Mittelstand KI-Assistenten, Agenten und individuelle Software. Mit BeLean betreiben wir zudem eine eigene Plattform für Lean Management und Operational Excellence. Diese Übersicht zeigt, welche Themen alle produzierenden Branchen verbindet und wo sich Maschinenbau, Elektrotechnik, Metallverarbeitung und Lebensmittelproduktion unterscheiden.
Branchen-KI-Check
Welche Aufgaben in deinem Betrieb sollte KI zuerst übernehmen? Finde es in fünf Klicks heraus.
Wie viele Menschen arbeiten in deinem Unternehmen?
Branchenseiten für Industrie und Produktion
Jede Branche hat eigene Abläufe, Systeme und Regeln. Deshalb haben wir für jede eine eigene Seite mit konkreten Anwendungsfällen geschrieben.
Maschinenbau
Lastenhefte analysieren, Varianten konfigurieren, Betriebsanleitungen aus dem Baukasten erzeugen und Servicewissen pro Seriennummer bereitstellen. Mit Blick auf die Maschinenverordnung (EU) 2023/1230, die ab dem 20. Januar 2027 gilt. KI im Maschinenbau
Elektrotechnik
Leistungsverzeichnisse auswerten, Schaltschrankvarianten vorbereiten, Prüfprotokolle erzeugen und Bauteilabkündigungen erkennen. Inklusive Einordnung des Cyber Resilience Act für Produkte mit digitalen Elementen. KI in der Elektrotechnik
Metallverarbeitung
Zeichnungen auslesen und Kalkulation vorbereiten, Werkstoffzeugnisse nach DIN EN 10204 prüfen, 8D-Berichte entwerfen und Fertigungswissen sichern. Mit Hinweisen zu DIN EN 1090 und CBAM. KI in der Metallverarbeitung
Lebensmittelproduktion
Spezifikationen prüfen, HACCP-Aufzeichnungen digital führen, Rückverfolgbarkeit beschleunigen und IFS-Audits vorbereiten. Mit dem rechtlichen Rahmen aus HACCP, Rückverfolgbarkeitspflicht und IFS Food Version 8. KI in der Lebensmittelproduktion
Was produzierende Branchen verbindet
So unterschiedlich die Produkte sind, die Muster wiederholen sich. In fast jedem Industrieprojekt treffen wir auf dieselben fünf Themen:
- Angebot und Variante. Anfragen, Lastenhefte und Leistungsverzeichnisse müssen gelesen und gegen Baukasten, Artikelstamm und frühere Aufträge abgeglichen werden. KI bereitet Konfiguration und Kalkulation vor, der Mensch entscheidet.
- Dokumentation und Nachweise. Betriebsanleitungen, Prüfprotokolle, Zeugnisse, Spezifikationen und Konformitätserklärungen. Hier hilft KI beim Zusammenstellen, Prüfen und Übersetzen.
- Qualitätsdaten. Messwerte, Reklamationen und Abweichungen liegen in verschiedenen Systemen. Ein Assistent führt sie zusammen, erkennt Muster und entwirft Berichte.
- ERP- und MES-Anbindung. Ohne Zugriff auf Aufträge, Stücklisten, Chargen und Rückmeldungen bleibt jede KI ein Spielzeug. Integration über Schnittstellen und Ereignisse ist der eigentliche Kern vieler Projekte.
- Wissenserhalt. Der Fachkräftemangel trifft die Industrie doppelt: Stellen bleiben unbesetzt, und mit jedem Ruhestand geht Erfahrungswissen verloren. Ein RAG-System mit Quellenangaben macht dieses Wissen für neue Kolleginnen und Kollegen auffindbar.
Die richtige Reihenfolge hängt von deinem Engpass ab. Wir beginnen fast immer mit einem einzigen, messbaren Anwendungsfall.
Woran du einen guten ersten Anwendungsfall erkennst
Nicht jeder Ablauf eignet sich für den Einstieg. Drei Fragen helfen bei der Auswahl.
Kommt die Aufgabe oft vor?
Liegen die Quellen vor?
Spürt jemand den Unterschied?
Regeln, die du kennen solltest
EU AI Act. Die meisten KI-Anwendungen in Angebot, Dokumentation, Qualität und Service sind interne Assistenzsysteme und fallen nicht unter die Hochrisiko-Pflichten. Mit dem Digital-Omnibus-Paket, in Kraft seit dem 27. Juli 2026, wurden die Hochrisiko-Pflichten verschoben: für eigenständige Systeme nach Anhang III auf den 2. Dezember 2027, für KI in regulierten Produkten nach Anhang I auf den 2. August 2028. Bereits seit Februar 2025 gilt die Pflicht, Maßnahmen zur KI-Kompetenz der Mitarbeitenden zu ergreifen.
Maschinenverordnung (EU) 2023/1230. Ab dem 20. Januar 2027 ersetzt sie die Maschinenrichtlinie und erlaubt unter anderem digitale Betriebsanleitungen. Details stehen auf unserer Seite zum Maschinenbau.
Branchenspezifische Regeln. Für die Lebensmittelproduktion sind HACCP, Rückverfolgbarkeit und IFS Food zentral, in der Metallverarbeitung DIN EN 1090 und CBAM, in der Elektrotechnik CE-Richtlinien und der Cyber Resilience Act. Wir ordnen diese Punkte im Projekt technisch ein. Die rechtliche Bewertung im Einzelfall gehört zu deiner Rechts- oder Konformitätsberatung.
Aipe und BeLean aus eigener Entwicklung
Wir beraten nicht nur, wir betreiben selbst Software für Unternehmen. Zwei unserer Produkte sind für Industrie und Produktion besonders relevant.
Aipe als technische Basis
Aipe ist unser KI-Betriebssystem für den europäischen Mittelstand. Es verbindet Systeme, zentralisiert Unternehmenswissen und betreibt KI-Agenten mit Rollen- und Rechteverwaltung. In vielen Industrieprojekten nutzen wir Aipe als Plattform, statt jedes Mal bei null zu beginnen.
BeLean für Operational Excellence
BeLean ist unsere Plattform für Lean Management und kontinuierliche Verbesserung. Sie macht Verbesserungsinitiativen, Verantwortlichkeiten und Ergebnisse über Teams und Standorte hinweg sichtbar. Die öffentliche BeLean-Website nennt All4Labels als Referenz, Details auf unserer Referenzseite zu All4Labels.
Vom ersten Gespräch zum laufenden System
Unser Vorgehen ist in allen Industriebranchen gleich aufgebaut, die Inhalte unterscheiden sich.
Häufige Fragen zu KI in Industrie und Produktion
Wo lohnt sich KI in der Produktion zuerst?
Meist nicht an der Maschine, sondern an den Schreibtischen drumherum: Angebotserstellung, technische Dokumentation, Qualitätsmanagement und Service. Dort gibt es viel wiederkehrende Lese- und Abgleicharbeit, gut verfügbare Daten und klare Zielgrößen.
Brauchen wir dafür eine Industrie-4.0-Plattform oder vernetzte Maschinen?
Nein. Viele wirksame Anwendungen arbeiten mit Dokumenten und Daten aus ERP, MES oder QM-Software, die es heute schon gibt. Maschinendaten können später dazukommen, sind aber keine Voraussetzung.
Welche Systeme bindet ihr an?
Typisch sind ERP, MES, BDE, PDM, QM-Software, Serviceplattformen, SharePoint und Fileserver. Entscheidend ist, ob eine Schnittstelle oder ein Export existiert. Das klären wir in der Analyse.
Sind interne KI-Assistenten nach dem AI Act Hochrisiko-Systeme?
In der Regel nicht, wenn sie Menschen bei Angebot, Dokumentation oder Service unterstützen und Menschen entscheiden. Anders kann es bei KI als Sicherheitsfunktion in einem Produkt aussehen. Diese Pflichten wurden für regulierte Produkte auf den 2. August 2028 verschoben.
Wo werden die Daten verarbeitet?
Wir betreiben Lösungen in Deutschland, auf unserer Infrastruktur, in europäischer Cloud oder bei dir On-Premise. Welche Modelle und Anbieter Daten verarbeiten dürfen, legen wir vor dem Go-live fest und dokumentieren es.
Was kostet ein KI-Projekt in der Industrie?
Fokussierte Projekte starten bei uns ab etwa 15.000 Euro. Größere KI-Plattformen mit vielen Integrationen und Standorten liegen bei 100.000 Euro und mehr. Einen belastbaren Rahmen nennen wir nach der Analyse.
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