Digitalisierung im Gesundheitswesen: KI für Verwaltung, Kommunikation und Wissen
Arztpraxen, Apotheken, Kliniken, Versorgungszentren und Pflegeeinrichtungen haben eines gemeinsam: Fachkräfte verbringen zu viel Zeit mit Aufgaben, die mit Medizin und Pflege wenig zu tun haben. Telefonate, Posteingang, Dokumentation, Abstimmung mit anderen Einrichtungen, Suche nach der aktuellen Verfahrensanweisung.
Sailrs ist eine KI- und Softwareagentur aus Stuttgart. Wir treiben die Digitalisierung im Gesundheitswesen dort voran, wo KI heute schon verantwortbar hilft: in Verwaltung, Kommunikation und Wissensmanagement. Wir bauen keine Diagnose-Software und keine Medizinprodukte, sondern Werkzeuge, die deinem Team Arbeit abnehmen - DSGVO-konform und mit Hosting in Deutschland.
Branchen-KI-Check
Welche Aufgaben in deinem Betrieb sollte KI zuerst übernehmen? Finde es in fünf Klicks heraus.
Wie viele Menschen arbeiten in deinem Unternehmen?
Ein Patientenweg, viele Einrichtungen
Die Versorgung eines Menschen endet selten an der Tür einer Einrichtung. Die Hausärztin überweist an die Fachpraxis im MVZ, von dort geht es zur Operation ins Krankenhaus, danach in die Kurzzeitpflege, und die Apotheke versorgt mit den neuen Medikamenten. An jedem Übergang entstehen Briefe, Anrufe, Rückfragen und Dokumente.
Die Telematikinfrastruktur (TI) hat dafür in den letzten Jahren ein gemeinsames Fundament gelegt: das E-Rezept als Standard seit Januar 2024, die Nutzungspflicht der elektronischen Patientenakte für alle Leistungserbringer seit dem 1. Oktober 2025, die Anbindungspflicht für Pflegeeinrichtungen seit dem 1. Juli 2025 und KIM als sicherer Kommunikationsdienst statt Fax. Die Daten fließen also zunehmend digital.
Was oft noch fehlt, ist die Entlastung im Alltag. Nachrichten werden von Hand gelesen und zugeordnet, Anrufe von Hand angenommen, Wissen von Hand gesucht. Genau hier setzt KI an - als Schicht über den bestehenden Systemen, nicht als Ersatz für Praxisverwaltungssystem, Krankenhausinformationssystem, Warenwirtschaft oder Pflegesoftware.
Fünf Bereiche, fünf Ausgangslagen
Jede Einrichtungsart hat eigene Abläufe, Systeme und Pflichten. Deshalb haben wir für jeden Bereich eine eigene Seite mit konkreten Anwendungsfällen geschrieben.
Arztpraxen
Apotheken
Kliniken und Krankenhäuser
Medizinische Versorgungszentren
Pflegeeinrichtungen
Drei Bausteine, die in jeder Einrichtung wirken
So unterschiedlich die Bereiche sind: Drei Arten von KI-Lösungen tauchen in fast jedem unserer Gespräche im Gesundheitswesen auf.
Kommunikation: Telefon und Nachrichten
Ein KI-Telefonassistent nimmt Routineanliegen rund um die Uhr an, erfasst sie strukturiert und übergibt sie an das richtige Team. Bei Hinweisen auf einen Notfall verweist er auf 112 oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst 116117.
Dokumente: Posteingang und Entwürfe
KI liest eingehende Briefe, Befunde und Anfragen, ordnet sie zu und erstellt Kurzfassungen oder Antwortentwürfe aus bereits vorhandenen Informationen. Prüfen und freigeben bleibt Aufgabe des Fachpersonals.
Wissen: Assistent für interne Dokumente
Ein RAG-System beantwortet Fragen zu Standards, QM-Handbuch, Hygieneplan und internen Abläufen ausschließlich aus euren freigegebenen Dokumenten - mit Quellenangabe.
Was wir bewusst nicht bauen: Medizinprodukte
Im Gesundheitswesen entscheidet die Zweckbestimmung einer Software darüber, welche Regeln gelten. Nach der europäischen Medizinprodukte-Verordnung (MDR) ist Software ein Medizinprodukt, wenn sie vom Hersteller für medizinische Zwecke wie Diagnose, Überwachung oder Behandlung von Krankheiten bestimmt ist. Software, die Informationen für diagnostische oder therapeutische Entscheidungen liefert, wird nach Regel 11 der MDR in der Regel mindestens der Klasse IIa zugeordnet und braucht eine Konformitätsbewertung durch eine Benannte Stelle.
Der EU AI Act baut darauf auf: KI-Systeme, die selbst ein solches Medizinprodukt oder dessen Sicherheitsbauteil sind, gelten als Hochrisiko-KI mit umfangreichen Pflichten. Für KI, die direkt mit Menschen kommuniziert, gelten zudem Transparenzpflichten - Patientinnen und Patienten müssen erkennen können, dass sie mit einer KI sprechen.
Unsere Konsequenz: Wir legen für jede Lösung schriftlich fest, dass sie verwaltet, kommuniziert und Wissen bereitstellt - und nicht diagnostiziert, triagiert oder Therapien empfiehlt. Das hält Projekte schlank, schnell umsetzbar und rechtlich klar. Medizinische und pflegefachliche Entscheidungen bleiben dort, wo sie hingehören: beim Menschen.
Gute KI im Gesundheitswesen erkennt man daran, dass Fachkräfte wieder mehr Zeit für Menschen haben - nicht daran, dass sie Diagnosen stellt.
Datenschutz für Gesundheitsdaten: vier Grundfragen
Gesundheitsdaten gehören nach Art. 9 DSGVO zu den besonderen Kategorien personenbezogener Daten. Vor jedem Projekt beantworten wir mit dir vier Fragen und dokumentieren die Antworten:
- Rechtsgrundlage und Zweck: Auf welcher Grundlage werden welche Daten wofür verarbeitet, und was ist der kleinstmögliche Datensatz?
- Schweigepflicht und Verträge: Wie sind Auftragsverarbeitung und die Verschwiegenheitsverpflichtung für mitwirkende Dienstleister nach § 203 StGB geregelt?
- Ort und Modell: Wo laufen Anwendung, Datenbank und Sprachmodell? Bei uns lautet die Antwort: in Deutschland oder in deiner eigenen Infrastruktur. Mehr dazu unter KI-Hosting.
- Zugriff und Nachvollziehbarkeit: Wer darf was sehen, und wie wird protokolliert, welche Quelle die KI genutzt hat?
Für Kliniken kommen je nach Träger Landeskrankenhausgesetze und kirchliches Datenschutzrecht hinzu, für größere Einrichtungen die Anforderungen des NIS2-Umsetzungsgesetzes. Unseren ausführlichen Prüfrahmen findest du unter DSGVO-konforme KI.
Unser Vorgehen im Gesundheitswesen
Für Einrichtungen mit mehreren Bereichen oder Standorten bündeln wir die Bausteine auf Aipe, unserem DSGVO-konformen KI-Betriebssystem mit rollenbasierten Zugriffsrechten. Die öffentliche Aipe-Website zeigt unter anderem Pflege Schätzle als Referenz. Sailrs wurde 2019 gegründet und hat knapp 150 Projekte umgesetzt.
Häufige Fragen zur Digitalisierung im Gesundheitswesen
Wo hilft KI im Gesundheitswesen heute schon verantwortbar?
Vor allem in Verwaltung, Kommunikation und Wissensmanagement: Telefonassistenz für Routineanliegen, Sortierung und Zuordnung des Posteingangs, Entwürfe aus bereits dokumentierten Informationen und Assistenten für interne Standards und Verfahrensanweisungen.
Baut Sailrs Software für Diagnosen oder Therapieempfehlungen?
Nein. Solche Software kann ein Medizinprodukt nach der MDR sein und gilt mit KI zusätzlich als Hochrisiko-System nach dem EU AI Act. Wir bauen bewusst Verwaltungs-, Kommunikations- und Wissenslösungen, bei denen medizinische Entscheidungen beim Fachpersonal bleiben.
Wie wird der Datenschutz bei Gesundheitsdaten sichergestellt?
Wir klären Rechtsgrundlage und Zweck nach Art. 9 DSGVO, schließen Auftragsverarbeitungsverträge, verpflichten uns zur Verschwiegenheit, hosten in Deutschland oder in deiner Infrastruktur, setzen rollenbasierte Zugriffe um und unterstützen bei der Datenschutz-Folgenabschätzung.
Ersetzt die KI unser Praxisverwaltungssystem oder KIS?
Nein. PVS, KIS, Warenwirtschaft und Pflegesoftware bleiben führende Systeme. Die KI arbeitet als Schicht darüber und wird über vorhandene Schnittstellen angebunden, soweit verfügbar.
Welche Rolle spielt die Telematikinfrastruktur?
Die TI mit E-Rezept, elektronischer Patientenakte und KIM ist das digitale Fundament der Versorgung. KI-Lösungen docken daran an, etwa indem sie KIM-Eingänge vorsortieren oder Anforderungen vorbereiten, ersetzen aber keine TI-Komponenten.
Was kostet ein KI-Projekt im Gesundheitswesen?
Projekte bei Sailrs beginnen ab etwa 15.000 Euro für einen klar umrissenen Anwendungsfall. Größere KI-Plattformen für mehrere Standorte oder Bereiche liegen ab etwa 100.000 Euro. Den Rahmen klären wir im kostenlosen Erstgespräch.