KI-Ratgeber · 8 Min. Lesezeit
Was kostet KI-Entwicklung?
Die kurze, ehrliche Antwort für den Mittelstand: Kleinere KI-Projekte starten bei uns ab 15.000 Euro, größere Vorhaben liegen bei 100.000 Euro und mehr. Dazwischen liegt fast alles – und wo genau dein Projekt landet, entscheiden wenige, benennbare Faktoren.
Dieser Artikel schlüsselt sie auf, damit du Angebote vergleichen kannst: Was treibt den Preis, was kostet der laufende Betrieb, und wo sparst du an der richtigen Stelle.
Aus unseren Projekten seit 2019
Typische Projektgrößen
Jede seriöse Zahl vor einem Erstgespräch ist eine Spanne. Wer dir ohne Blick auf Prozesse und Daten einen Festpreis nennt, hat entweder viel Puffer eingepreist – oder wird nachverhandeln.
Ab ca. 15.000 €: der fokussierte Einstieg
Ein klar umrissener Anwendungsfall auf bestehender Infrastruktur: etwa ein KI-Assistent auf gepflegtem Dokumentenbestand oder ein KI-Telefonassistent mit Standardanbindung. Wenige Integrationen, ein Team als Nutzerkreis.
Mittlerer fünfstelliger Bereich: der Klassiker
Ein Agent mit Anbindung an zwei, drei Bestandssysteme (ERP, CRM, Ticketsystem), eigenen Leitplanken und Freigabe-Workflows, plus sauberem Monitoring. Die häufigste Projektgröße im Mittelstand.
Ab 100.000 €: KI im Kerngeschäft
Mehrere verzahnte Anwendungsfälle, hohe Compliance-Anforderungen (z. B. Gesundheitswesen), On-Premise-Betrieb oder ein eigenes Produkt. Aus solchen Projekten sind unsere Produkte wie AIPE entstanden.
Selten ist es das Sprachmodell
Die fünf größten Kostenfaktoren
Kaum ein Kostenfaktor ist das Sprachmodell selbst: Die Modellwahl beeinflusst die laufenden Kosten, aber selten das Projektbudget. Teuer sind diese fünf:
Integrationen
Der teuerste Posten ist selten die KI, sondern die Anbindung an deine Systeme. Ein modernes ERP mit API kostet Tage; ein gewachsenes System ohne Schnittstelle kostet Wochen.
Datenqualität
Liegen die Inhalte strukturiert und aktuell vor – oder müssen sie erst gesammelt, bereinigt und dedupliziert werden? Dieser Aufwand wird in Angeboten am häufigsten unterschätzt.
Leitplanken & Freigaben
Ein System, das nur Antworten vorschlägt, ist deutlich günstiger als eines, das selbstständig handeln darf – und dafür Berechtigungen, Protokollierung und Freigabe-Workflows braucht.
Compliance
EU-Hosting ist Standard und kostet wenig extra; On-Premise-Betrieb, Branchenauflagen (Gesundheit, Finanzen) oder Betriebsratsvereinbarungen erhöhen den Aufwand spürbar.
Nutzerkreis & Oberfläche
Ein internes Werkzeug für ein Team braucht keine polierte Oberfläche; ein kundensichtbares System braucht UX-Design, Lasttests und Fehlertoleranz.
Laufende Kosten nicht vergessen
Ein KI-System ist keine Einmalanschaffung. Realistisch einplanen solltest du:
- Modellnutzung: Sprachmodelle werden pro Verarbeitungsmenge abgerechnet. Für typische Mittelstandsanwendungen liegen die Modellkosten meist im niedrigen bis mittleren dreistelligen Bereich pro Monat – sie skalieren mit der Nutzung, nicht mit der Mitarbeiterzahl.
- Hosting und Infrastruktur: EU-Cloud-Betrieb der Anwendung selbst, Datenbanken, Backups.
- Wartung und Weiterentwicklung: Modelle, Schnittstellen und deine Prozesse ändern sich. Ohne Pflege degradiert die Antwortqualität schleichend. Üblich ist ein monatlicher Betreuungsrahmen oder ein Kontingent.
Faustregel aus unserer Projektpraxis: Rechne über drei Jahre mit laufenden Kosten in der Größenordnung von grob 15–30 % des Projektbudgets pro Jahr – abhängig davon, wie stark das System genutzt und weiterentwickelt wird.
Die teuerste KI ist die, die niemand nutzt.
Wo kürzen weh tut – und wo nicht
Sparen an der richtigen Stelle
Richtig sparen
Klein anfangen
Richtig sparen
Standard nutzen, wo Standard reicht
Richtig sparen
Fördermittel mitnehmen
Falsch sparen
Datenaufbereitung streichen
Falsch sparen
Betrieb und Monitoring weglassen
Falsch sparen
Den billigsten Anbieter nehmen
FAQ
Häufige Fragen zu KI-Kosten
Was kostet ein KI-Projekt im Mittelstand?
Bei Sailrs starten kleinere, klar umrissene KI-Projekte ab 15.000 Euro. Die häufigste Projektgröße mit Anbindung an Bestandssysteme liegt im mittleren fünfstelligen Bereich, umfangreiche Vorhaben mit hohen Compliance-Anforderungen bei 100.000 Euro und mehr. Den konkreten Rahmen grenzen wir im kostenlosen Erstgespräch ein.
Was kostet ein Chatbot oder KI-Telefonassistent?
Ein KI-Assistent oder Telefonassistent auf bewährten Bausteinen mit Standardanbindung liegt am unteren Rand der Spanne, also ab etwa 15.000 Euro. Teurer wird es durch individuelle Integrationen in ERP oder CRM, eigene Freigabe-Workflows und besondere Compliance-Anforderungen.
Welche laufenden Kosten hat ein KI-System?
Drei Posten: Modellnutzung (abgerechnet nach Verarbeitungsmenge, bei typischen Mittelstandsanwendungen meist ein niedriger bis mittlerer dreistelliger Betrag pro Monat), Hosting der Anwendung sowie Wartung und Weiterentwicklung. Als Faustregel kalkulieren wir grob 15 bis 30 Prozent des Projektbudgets pro Jahr.
Kann ich die Kosten für KI-Entwicklung fördern lassen?
Häufig ja. Strategische Beratung ist über die BAFA-Beratungsförderung bezuschussbar, Forschungs- und Entwicklungsanteile innovativer Projekte über das ZIM-Programm. Wichtig: Förderanträge müssen vor Projektbeginn gestellt werden. Sailrs begleitet die Antragstellung – Details unter Förderungen auf unserer Website.
Warum nennen KI-Agenturen ungern Festpreise?
Weil die größten Kostentreiber – Zustand der Daten, Qualität der Schnittstellen, Compliance-Auflagen – erst nach einem Blick in die Systeme seriös einschätzbar sind. Ein belastbares Angebot entsteht nach einem Erstgespräch plus kurzer technischer Analyse; Festpreise vorher enthalten entweder hohe Puffer oder werden nachverhandelt.